Immuntherapie bei Brustkrebs

Für einige Patientinnen und Patienten mit regional fortgeschrittenem oder metastasiertem dreifach-negativem Brustkrebs kann die Immuntherapie eine vielversprechende Behandlungsoption darstellen. Erfahren Sie, was eine Immuntherapie genau ist, wie sie abläuft und welche Erwartungen Sie daran haben können. Ausserdem stellen wir Ihnen den immuntherapeutischen Ansatz bei Affidea brustCare vor.
Chemotherapie

Was ist Immuntherapie bei Brustkrebs?

Immuntherapeutika regen das Immunsystem an, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten zur Immuntherapie. Zur Behandlung von Brustkrebs wird vorrangig der Typ der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren eingesetzt.

Eine Möglichkeit, wie Krebszellen überleben, besteht darin, dass sie vom Immunsystem nicht als auffällige, defekte Zellen erkannt werden und daher nicht bekämpft werden können. Checkpoint-Inhibitoren verhindern das und helfen dem Immunsystem, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. 

Wann wird eine Immuntherapie empfohlen?

Die Immuntherapie ist nicht für alle geeignet. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann eine Immuntherapie empfehlen, wenn Sie dreifach-negativen Brustkrebs im zweiten, dritten oder vierten Stadium haben.  

Dreifach-negativer Brustkrebs hat Zellen, die keine Hormon- oder Her2-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche haben. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt lässt Ihre Krebszellen testen, um deren Rezeptorstatus festzustellen.

Warum zu uns?
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Bei uns sind Sie in den besten Händen: Brustkrebs-Expertinnen und -Experten, die zu den renommiertesten Europas gehören, kümmern sich in einem Zentrum, das sich ausschliesslich auf Brustkrebs spezialisiert hat.
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Was Sie bei der Immuntherapie erwartet

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt und das Pflegeteam werden Ihnen den Behandlungsplan für die Immuntherapie sorgfältig erläutern. Sie erklären Ihnen verständlich, was Sie erwartet, und beantworten Ihre Fragen. 

 

So wird die Therapie verabreicht

Der wichtigste immuntherapeutische Wirkstofftyp bei Brustkrebs sind Checkpoint-Inhibitoren. Sie werden in der Regel mit einer Chemotherapie kombiniert, sodass Sie bei uns im Zentrum möglicherweise ein oder mehrere Medikamente als Infusion in eine Vene bekommen.  

Eine Infusionssitzung für die Immuntherapie dauert in etwa 30 Minuten. Der gesamte Termin im Zentrum kann einige Stunden dauern. Unsere onkologischen Pflegefachpersonen kümmern sich darum, dass es Ihnen gut geht, bevor Sie – in der Regel am selben Tag – nach Hause gehen. 

 

Dauer der Behandlung

Die Immuntherapie wird in der Regel in Zyklen durchgeführt. Sie erhalten Ihre Behandlung einmal alle drei bis sechs Wochen. Das gibt Ihrem Immunsystem Zeit, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Bei Personen mit dreifach-negativem Brustkrebs im zweiten oder dritten Stadium beträgt die immuntherapeutische Therapie in der Regel ein Jahr.  

Bei dreifach-negativem Brustkrebs im Stadium 4 wird am Gewebe getestet, ob Sie von einer Immuntherapie profitieren können. Dieser Test fällt in ca. 30–40% der Fälle positiv aus. Sie erhalten die Therapie, solange der Krebs gut auf sie anspricht und alle Nebenwirkungen gut zu beherrschen sind, was durch regelmässige Überprüfungen durch Ihren Onkologen sichergestellt wird. Dies kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.  

 

So wirkt sich die Behandlung aus

Bei einer Immuntherapie wird das Immunsystem manchmal überaktiv. Dies kann dazu führen, dass es gesunde Zellen angreift und Nebenwirkungen verursacht. Diese können während oder nach der Behandlung und sogar einige Monate nach der Immuntherapie auftreten. Sie lassen sich jedoch meist behandeln, vor allem, wenn sie früh erkannt werden.  

Je nach Typ der betroffenen gesunden Zellen gibt es unterschiedliche Nebenwirkungen. Sind Lungenzellen betroffen, kann es beispielsweise zu Husten oder Brustschmerzen kommen. Ihr Behandlungsteam wird Ihnen helfen, mögliche Nebenwirkungen zu verstehen, damit Sie wissen, worauf Sie achten müssen. 

 

Allgemeine Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen einer Immuntherapie sind: 

  • Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Erschöpfung
  • Magen-Darm-Beschwerden, z.B. Durchfall, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen
  • Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse oder anderer hormonproduzierender Drüsen
  • Hautreaktionen, z.B. Hautausschlag, trockene oder schuppige Haut, Juckreiz
  • Kältegefühl
  • Gewichtszunahme oder -verlust
  • Entzündungen verschiedener Organe: Leber, Niere, Lunge usw. 

Manchmal sind die Nebenwirkungen schwierig von den Nebenwirkungen der Chemotherapie zu unterscheiden. Wenn Sie während oder nach der Immuntherapie gesundheitliche Veränderungen bemerken, sollten Sie sich umgehend mit Ihrer onkologischen Pflegefachkraft in Verbindung setzen. Sie kann Behandlung und Beratung anbieten, um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, vor allem, wenn dies frühzeitig geschieht. 

"Mir wurden alle Schritte genau erklärt. Von Anfang bis Ende vom selben Arzt betreut zu werden, gab mir das Gefühl, ernst genommen zu werden."

Patientin Anastasija S.